
Im September, wenn die Tage kürzer werden und die ersten wärmeren Pullover wieder aus dem Schrank wandern, beginnt auch für Kleidermotten die ideale Zeit. Sie suchen geschützte, dunkle Orte, um ihre Eier abzulegen. Wer jetzt mit einfachen, natürlichen Massnahmen vorbeugt, kann sich viele Ärgernisse ersparen. Ganz ohne chemische Mittel lässt sich der Kleiderschrank für Motten unattraktiv machen.
Sauberkeit als bester Schutz
Der wichtigste Schritt ist gründliche Sauberkeit. Kleidermotten ernähren sich von Keratin, das in Wolle, Seide und Haaren steckt. Sie werden besonders von feinen Geweberesten, Hautschuppen und Schweissrückständen angezogen. Reinigen Sie deshalb alle Textilien, bevor Sie sie für längere Zeit einlagern. Selbst ein kurz getragenes Lieblingsstück sollte nicht direkt zurück in den Schrank wandern, sondern vorher gewaschen oder professionell gereinigt werden.
Auch der Schrank selbst möchte beachtet werden. Saugen Sie Regalböden, Fugen und Ecken regelmässig ab, denn dort verstecken sich Eier und Larven. Ein feuchtes Tuch mit etwas Essigreiniger wischt Oberflächen sauber und neutralisiert Duftspuren. Auf diese Weise nehmen Sie Motten die Lebensgrundlage, ganz ohne Insektizide.
Natürliche Düfte, die Motten meiden
Ein bewährtes Hausmittel ist Lavendel. Der kräftige Duft gefällt uns, aber Motten stört er so sehr, dass sie den Bogen um Ihre Kleider machen. Füllen Sie getrocknete Lavendelblüten in kleine Säckchen aus Stoff und legen Sie sie zwischen Pullover, Mäntel und Schals. Auch Zedernholz verströmt ätherische Öle, die Motten fernhalten. Einige Holzkugeln oder ein Zedernholzblock im Kleiderschrank sind eine hübsche und wirksame Ergänzung.
Wer gerne selbst kreativ wird, näht kleine Duftkissen aus Stoffresten und befüllt sie mit Nelken, Rosmarin oder Lorbeerblättern. Diese Kissen sollten Sie hin und wieder sanft durchkneten, damit der Duft frisch bleibt. Sie sind nicht nur nützlich, sondern auch ein liebevolles Detail für Ihre Herbstgarderobe.
Regelmässig kontrollieren und klug lagern
Ein wachsames Auge ist das halbe Leben. Gehen Sie einmal im Monat Ihre Schränke durch und achten Sie auf kleine Gespinste, löchrige Stoffe oder winzige Schmetterlinge. Je früher Sie einen Befall erkennen, desto einfacher lässt er sich stoppen. Empfindliche Woll- und Kaschmirstücke sollten Sie in luftige Stoffbeutel aus Baumwolle oder Leinen verpacken. Plastik ist ungeeignet, weil sich darunter Feuchtigkeit staut – und die mögen Motten ebenso gern wie wir sie nicht mögen.
Falls Sie dennoch einmal befallene Kleidung entdecken, hilft Kälte: Legen Sie das Stück in einem dichten Beutel für mindestens 48 Stunden in das Tiefkühlfach. Temperaturen um minus zwanzig Grad töten Eier und Larven zuverlässig. Danach das Textil ausklopfen, lüften und gründlich reinigen. So umgehen Sie giftige Chemikalien vollständig.
Couture Margot in Basel ist Ihre Anlaufstelle, wenn Sie bei der Pflege feiner Textilien unsicher sind oder bereits Schäden bemerkt haben. Ob Änderungen, Neuanfertigungen oder professionelle Textilreinigung – wir kümmern uns gerne um Ihre Lieblingsstücke, damit Sie lange Freude daran haben.