
Der Oktober in Basel zeigt sich oft grau und feucht, und die Wäsche trocknet draussen nur noch langsam. Schnell liegt der Griff zum Trockner nahe. Ob das sinnvoll ist, hängt jedoch weniger von der Bequemlichkeit als von der Faser ab. Ein Blick auf das Pflegeetikett vor dem ersten Trockengang erspart so manchen Ärger und schützt empfindliche Stücke.
Baumwolle und Leinen: robust, aber nicht unbegrenzt
Baumwolle und Leinen sind strapazierfähig und vertragen einen Trockengang in der Regel gut. Leinen wird dadurch sogar geschmeidiger und läuft weniger stark ein als an der Luft. Dennoch gilt: hohe Temperaturen können Baumwolle schrumpfen lassen und die Fasern mit der Zeit spröde machen. Ein Programm mit mittlerer Wärme und das Entnehmen bei noch leicht feuchter Wäsche sind deutlich schonender.
Bei gefärbten oder bedruckten Baumwollteilen lohnt sich Zurückhaltung, weil intensive Hitze Farben ausbleichen kann. Auch eine überladene Trommel schadet, weil die Luft dann nicht gleichmässig zirkulieren kann. Im Zweifel ist die Lufttrocknung die sichere Wahl.